Entfernung von cis DCE, VC und Trichlorethen aus dem Grundwasser
Behandelte Medien: Grundwasser
Durchsatz: 10 m³/h
Stoffe: cis-DCE, LCKW, VC
Verfahren: Aktivkohle
Inbetriebnahme: 2026
KF Unternehmen: ARGUS Umweltbiotechnologie GmbH
Containeranlage zur Grundwassersanierung
Auf der ehemaligen WGT-Liegenschaft Stendal „Altes Lager“ wurde eine chemische Reinigung betrieben. Handhabungsverluste und Undichtigkeiten führten zu mehrere Schadstoffzentren innerhalb des Grundwasserleiters. Die Kontaminationsfahne zieht sich bis in den Vorfluter Uchte. In dem Jahr 2001 wurden im Grundwasser LCKW-Konzentrationen von 680 µg/L bis 17.000 µg/L mit einem Trichlorethen-Anteil von 90 % sowie VC und cis-DCE nachgewiesen.
Die über Jahrzehnte von ARGUS betriebene Grundwasserreinigungsanlage musste aufgrund der langen Betriebsdauer und der damit verbundenen Korrosionsschäden vollständig ersetzt und angepasst werden. Zur Sanierung der verbleibenden Restkontamination erfolgt nun eine optimierte hydraulische Sanierungsmaßnahme mittels Aktivkohlefiltration.
Zur Erfassung des gesamten kontaminierten Abstrombereiches wird aus 7 Entnahmebrunnen und 2 Drainagen Grundwasser gefördert und über die bestehenden unterirdischen Rohrleitungen der Reinigungsanlage zugeführt. Das gehobene Grundwasser wird über drei in Reihe geschaltete Wasseraktivkohlefilter (Volumen je 2 m³) geleitet und das gereinigte Wasser über die Regenwasserkanalisation in den Vorfluter abgeführt. Die Anlage ist für einen Durchsatz von 25 m³/h ausgelegt und wird zur Zeit mit maximal 8 m³/h betrieben.
Direkt an jedem Brunnen befinden sich Messeinrichtungen für Volumenstrom und Druck sowie Probenahmeeinrichtungen. Die Aktivkohlefilter können wechselseitig in beliebiger Reihenfolge betrieben werden. Die Verschaltung von 3 Filterbehältern sichert bei Belastungsspitzen eine zuverlässige Abreinigung des Grundwassers auf die Einleitwerte. Im Zulauf jedes Brunnens und im Ablauf der Anlage werden die Wassermengen erfasst. Der Betrieb erfolgt vollautomatisch.
Mittels einer Fernüberwachung ist es möglich, den Betriebszustand der Anlage jederzeit zu kontrollieren (Funktion der Pumpen, kritische Parameter). Bei Störungen werden Meldungen an das Notfallhandy abgesetzt.
Die Containerbauweise garantiert einen optimalen Schutz gegen Vandalismus und Witterungseinflüsse sowie minimiert den Platzbedarf der Reinigungsanlage.
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